Gewässerschau in Bärenthal

 

Mehr Artenvielfalt in Bärenthals Gewässer

Die Gewässerschau zeigt eine insgesamt gute Situation

 

Alle fünf Jahre sind die Gemeinden verpflichtet, eine Gewässerschau durchzuführen. Am Donnerstag war es in Bärenthal soweit. Bürgermeister Tobias Keller konnte dazu den Sachgebietsleiter für Oberflächenwasser vom Wasserwirtschafsamt, Jörg Kamutzky und seinen Stellvertreter Karl-Josef Ettwein begrüßen.

 

„Wir unterstützen die Gemeindevertreter gerne bei dieser Aufgabe“, so die beiden Experten. Bei der Gewässerschau geht es um ökologische Aspekte wie zum Beispiel, ob sich Abfall in einem Bachlauf findet, ob es falsche Einleitungen gibt oder Holz bzw. Grünschnitt zu nahe am Wasser liegt. Die Schau dient aber auch dem Hochwasserschutz, also der Überprüfung, ob ein Hindernis vorhanden ist, das zu einer ungewollten Überschwemmung führen kann.

 

Für die Gemeinde Bärenthal waren der Bauhof-Mitarbeiter Johann Beck und Bürgermeister Tobias Keller bei der Gewässerschau mit dabei. Zu Beginn nahmen die Herren das Biber Biotop an der Zugangsstelle entlang des Radweges Bärenthal-Fridingen in Augenschein. Durch die Tätigkeit des Bibers standen angrenzende Wiesen im Wasser. Jörg Kamutzky ist zufrieden mit dem Zustand des Biotops. Allerdings wird die Problematik Landwirtschaft kontra Naturschutz auch von den Vertretern des Landratsamtes erkannt. Daher wird der Kauf der betroffenen Felder durch die Gemeinde mittels hochprozentiger Zuschüsse, von 80 Prozent war die Rede, angestrebt.

 

Bei der nächsten Station, dem Böschungsabbruch an der Gemarkungsgrenze zu Nusplingen, stellte sich heraus, dass durch menschliche Einwrkung, erhebliche Anlandungen entstanden sind. Durch die Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes wird emfpohlen, die Situation durch den Einsatz eines Baggers zu entschärfen und diese Anlandungen und die Befestigungen an der Uferböschung zu entfernen bzw. auszubaggern.

 

Bei der weiteren Schau, den Seltenbach abwärts bis zur Einmündung in die Bära, wurde festgestellt, dass auf privaten Grundstücken mehrfach Holzlagerungen bzw. eine Feldmiste zu nahe am Bachlauf liegt. Seit 2013 ist ein Gewässerrandstreifen von fünf Metern einzuhalten. Bei Hochwasser werden diese Gegenstände weggerissen und behindern dann den Wasserfluss, erläuterten die Experten vom Wasserwirtschaftsamt.

 

 

Im Detail wurden alle Punkte festgehalten und mit den betroffenen Eigentümern vor Ort eine Frist zur Beseitigung gesetzt.

 

Insgesamt waren die Vertreter des Landratsamtes mit dem Zustand der Gewässer sehr zufrieden. Ein größerer Handlungsbedarf seitens der Gemeinde besteht nicht.

 

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